Infos für Studieninteressierte

Ihr findet, dass „Medizin“ spannend klingt und überlegt euch, es zu studieren ?! Ihr möchtet rechtzeitig Infos & Tipps bekommen und möglichst bald schon etwas vorbereiten, damit euer Traum/Wunsch auch tatsächlich Wirklichkeit wird ?!
Mit dieser Kurz-Info wollen wir euch dabei gezielt helfen und euch informieren.

Inhalt:

  1. Studienablauf
  2. Bewerbung um einen Studienplatz
  3. Zulassungsverfahren
  4. Auswahlgespräch
  5. Tips und Tricks
  6. Aktuelle Dekanatsinformationen
  7. Links zu Informationsportalen

1. Studienablauf

Das Medizinstudium umfasst 12 Semester plus 3 weitere Monate als Regelstudienzeit. Es wird unterteilt in 4 Semester “Vorklinik” und 6 Semester “Klinik”. Darauf folgt das Praktische Jahr (“PJ”emoticon. Neben den Uni-internen Klausuren und Prüfungen gibt es die vom Landesprüfungsamt gestellten ärztlichen Prüfungen, jeweils 1. , 2. und 3. ”Staatsexamen” (Physikum, schriftliches und mündliches Examen (früher: “Hammerexamen”).

 

Um zu diesen Prüfungen zugelassen zu werden, müsst ihr alle “Scheine”, also Leistungsnachweise sammeln. Diese kann man sich als eine Art Zeugnisse vorstellen, die nach bestandenen Testaten, Klausuren und mündlichen Prüfungen (die Art der Prüfung ist abhängig von den jeweiligen Fächern) und natürlich der nötigen Anwesenheit bei den Praktika erteilt. Aber nicht nur das, es wird von euch auch noch ein Nachweis von 3 Monaten Pflegepraktikum erwartet (Info’s dazu hier), eine Bescheinigung über Erste-Hilfe, und mind. 4 Monate Famulatur. Zusätzlich dürft ihr nach dem 1. Examen auch schon eine Doktorarbeit schreiben.

Klingt viel ?! – Wir wollen nicht lügen, Medizin ist ein unglaublich umfangreiches Studienfach mit allen seinen Zwischen- und Abschlussprüfungen, doch es ist mindestens genauso interessant und spannend !
Jeder, der in Zukunft so den Puls des Lebens spüren, als Arzt arbeiten möchte, muss diesen (Lebens-)Abschnitt durchleben. Und jeden, den man befragt, der es hinter sich hat, würde es jederzeit wieder tun, denn wirklich niemand ist so nah am Menschen, am Leben, wie ein Arzt.

2. Bewerbung um einen Studienplatz

Die Voraussetzungen sind:

  • Interesse an Medizin
  • Interesse am Menschen
  • Abitur/Allgemeine Hochschulreife oder ein durch Rechtsvorschrift oder von zuständiger Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis

Die Bewerbung und die Vergabe für Studienplätze zum Studiengang Humanmedizin läuft bundesweit online über die Website „hochschulSTART“ der „Stiftung für Hochschulzulassungen“ ( http://www.hochschulstart.de ).

Bewerbungsfrist ist für Altabiturienten ( Abiturienten, die das Zeugnis vor dem 16. Januar des laufenden Jahres erworben haben ) ist der 31. Mai eines jeden Jahres, für Neuabiturienten ( Abiturienten, die ihr Zeugnis nach dem 16. Januar des laufenden Jahres erworben haben ) ist es erst der 15. Juli eines jeden jahres.

3. Zulassungsverfahren

Jede Universität hat ihre eigene Vorgehensweise bei der Auswahl ihrer Studenten, wirstellen euch das Auswahlverfahren der Universität Duisburg-Essen vor:

Die Bewerber, deren Abitur-Schnitt nicht ausreicht, um ins Auswahlverfahren hineinzukommen erhält pro Semester, das er nicht studiert, also auch kein anderes Fach studiert, Wartezeit angerechnet. Innerhalb aller, die “warten”, ergibt sich ein Ranking, ganz oben stehen die, die am längsten warten, ganz unten die, die gerade erst in diese Kategorie fallen. Die ersten fallen in die 20 % (abhängig von der Gesamtstudienplatzzahl), die an der Hochschule über Wartesemester einen Studienplatz erhalten.

Weitere 20 % sind die Abiturbesten. Dieser Schnitt ist eine dynamische Größe, da er jährlich erneut berechnet werden muss. Er hängt davon ab, wie viele Bewerber es gibt und welchen Abitur-Schnitt die Bewerber haben. Angenommen es bewerben sich in einem Jahr nur exakt so viele Schüler, wie es Studienplätze ( außerhalb der Wartezeit ) gibt, so werden alle Bewerber genommen, unabhängig von ihrem persönlichen Numerus Clausus ( “NC”, Abiturschnitt ). Gibt es jedoch einen großen Anlauf von “guten Einserkandidaten”, steigt der Abiturbestenschnitt selbstverständlich in die Höhe ( näher an 1,0 ).

Der Großteil der Studienplätze wird jedoch über das Universitätsspezifische Auswahlverfahren vergeben. An Der Universität Duisburg-Essen ist dies das Vorauswahlgespräch. Um überhaupt in dieses Auswahlverfahren hineinzugeraten, muss man die Ortspräferenz beachten. Unsere Universität lädt nur die Bewerber ein, die Uni DuE an 1. Stelle angegeben haben !

4. Auswahlgespräch

60 % der Bewerber müssen sich beim Vorauswahlgespräch beweisen. Die Einladungsgrenzen hierfür variieren ebenfalls anhand der Bewerbermenge, ihrer Abiturnoten und der Gesamtstudienplatzzahl. Hier ein Überblick der letzten Jahre:

Wintersemester NC Studienplätze
2008/09 1.6 163
2009/10 2.0 165
2010/11 1.8 193
2011/12 1.6 203
2012/13 1.6 225
2013/14 1.5

Zu diesen Abiturschnitten wurde eingeladen und angenommen !

Im Auswahlgespräch selbst sitzt man 2 zufällig zugeteilten Ärzten/Professoren gegenüber und muss Ihnen Frage und Antwort stehen. Eine gute halbe Stunde lang versucht diese Auswahlkommission den Bewerber kennenzulernen.

Die Inhalte dieses Gesprächs bewegen sich im Rahmen dessen, was man per Post mit der Einladung zugesandt bekommt:

  • Gründe, weshalb man sich für das Medizinstudium entschlossen hat
  • inwiefern man sich dafür bereits den Weg gebahnt hat
  • Vorkenntnisse, die man in der Schule oder anderweitig bereits erworben hat
  • weshalb man sich besonders dafür eignet, begründet anhand von außerschulischen Aktivitäten, beruflicher Erfahrung, Hobbys o.ä.
  • Vorstellung des Bewerbers vom Arztberuf, der ärztlichen Tätigkeit
  • Kenntnisse aktueller gesundheitspolitischer Probleme
  • verschiedene moralische Ansichten

Was genau im Endeffekt gefragt wird, ist individuell sehr verschieden, jedoch ist es wirklich sinnvoll, sich mit dem zugeschickten Fragenkatalog zu befassen und sich die eine oder andere Antwort zurecht zu legen.

Anhand eurer Antworten erhaltet ihr Punkte ( subjektive Bewertung durch die Auswahlkommission ). Diese addieren sich zu euren Punkten, die ihr mit eurem Abiturschnitt mitbringt ( Guter Schnitt = Viele Punkte ), die vergleichsweise etwas mehr ins Gewicht fallen ( objektive Bewertung ).

Im Endeffekt werden die 60 % zugelassen, die die beste Punktesumme an den Tag legen.

An sich braucht man keine Angst vor diesem Gespräch haben, die Atmosphäre ist total entspannt und die Auswahlkommission will den Bewerbern nichts böses. Versucht also, nicht zu nervös zu sein und euch von eurer besten Seite zu zeigen: Zieht euch schick an, aber so, dass ihr euch wohl fühlt, redet mit den Worten, mit denen ihr auch umgehen könnt, ihr dürft scherzen, zwischendurch etwas trinken und euch an Plätzchen etc. bedienen, Hauptsache ihr fühlt euch wohl und die Kommission lernt euch und eure Beweggründe kennen.

5. Tips und Tricks

  • LK-Wahl. Entgegen aller Behauptungen ist es überhaupt nicht nötig, sich durch Naturwissenschaften zu quälen, wenn sie einem gar nicht liegen, oder von vornherein bekannt ist, dass der Lehrer ein “harter Brocken” ist. Wählt eure Fächer so, dass ihr einen möglichst guten Schnitt erzielt, denn das ist Ausscheidungskriterium Nummer 1.
    Wer sich hingegen brennend für Fächer wie Biologie, Physik, Chemie interessiert, kann seine Wahl gerne darauf fallen lassen, denn naturwissenschaftliches Interesse bringt euch beim Vorauswahlgespräch sicher Punkte.
    Dazu ist noch wichtig zu sagen, dass es nicht nötig ist, diese Fächer zu belegen, da im Studium alle Dinge ( PH, BI, CH ) von Grund auf erklärt werden, sodass jeder die gleichen Chancen bekommt.
  • Auswahlkriterien. Je nachdem, an welcher Hochschule ihr euch bewerben wollt, achtet darauf, welche Kriterien dort erwünscht werden. Manche erwarten von euch eine bestimmte LK-Wahl, manche den Test für medizinische Studiengänge (“TMS”, Infos dazu hier), wiederum andere erwarten eine Ortspräferenz. Achtet auf die Universitätsspezifischen Anforderungen, um eure Chancen zu optimieren.
  • Dresscode. Wie oben schon erwähnt: Achtet auf euer Äußeres, denn der erste Eindruck zählt ! Versucht auch, pünktlich da zu sein und Flüche zu vermeiden emoticon
  • Pflegepraktikum. Zwischen Abitur und Studienbeginn liegt eine Menge Zeit. Klar dürft ihr euch wohlverdiente Freizeit gönnen, aber versucht doch den Rest sinnvoll zu nutzen, Bsp.: Pflegepraktikum, FSJ, FÖJ, Bundesfreiwilligendienst, Auslandsaufenthalt,… Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, sofern ihr eure Zeit nicht verplempert. Das ganze wird gerne mit Punkten belohnt !
  • Ausbildung. Sofern ihr über Wartesemester ins Studium einsteigen wollt, empfiehlt sich eine Ausbildung. Auch hier wird Krankenhausaufenthalt sehr gerne gesehen, also wie wäre es mit einer Sanitäter- oder Krankenpflegeausbildung?! Oder doch MTA?! Physiotherapie?!

6. Aktuelle Dekanatsinformationen

- wird aktualisiert, sobald Neuerungen feststehen –

7. Links zu Informationsportalen

Für weitere Eigenrecherche empfehlen wir folgende Links:

Bewerbung/Zulassung:
HochschulSTART http://www.hochschulstart.de/

Studium/Ratgeber/Überblick:
MediLearn - http://www.medi-learn.de/
Thieme ViaMedici – http://www.thieme.de/viamedici/
DocCheck – http://campus.doccheck.com/de/

Medizin an der Uni DuE:
Übersicht Studiengang Medizin – http://www.uni-due.de/studienangebote/studienangebote_07152.shtml
Informationen für Studieninteressierte (Med. Fakultät) – http://www.uni-due.de/med/de/studium/studieninteressierte.shtml
Satzung zum Auswahlverfahren an der UDE – http://www.uni-due.de/imperia/md/content/studierendensekretariat/satzung_medizin_auswahlverfahren.pdf

Kontakt/Persönliche Beratung:
Medizinische Fakultät – http://www.uni-due.de/medizinstudium/beratung.htm
Medizinische Fachschaft – http://www.fsmedizin.de/kontakt